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Der Zervixschleim deutet auf den Eisprung hin

Zervixschleim-Beobachtung (Billings-Methode)

Die Zervixschleim-Beobachtung gehört zu den NFP Methoden (Natürliche Familien Planung) und ist auch bekannt unter „Billingsmethode“. Sie wurde nach dem Ärzte-Ehepaar Billings benannt das erkannte, dass sich der Schleim, der von den Schleimhautdrüsen des Gebärmutterhalses abgesondert wird, mit dem Hormonzyklus der Frau verändert.
Die Beschaffenheit des Zervixschleims gibt Aufschluss über die aktuellen Phasen des Zyklus. So sind die fruchtbaren Tage durch Beobachtung und Analyse des Zervixschleims einfach und schnell ermittelbar.
Was versteht man unter Zervixschleim?
Der Zervixschleim (Scheidenausfluss) ist eine schleimartige Flüssigkeit. Er wird von der Zervix (Gebärmutter) gebildet und besteht zum größten Teil aus Wasser, enthält aber unter anderem auch Schleimstoffe (Muzin). Der Zervixschleim verhindert das Eindringen von Keimen in die Gebärmutter.
Das Weiblichkeitshormon Östogen wird zum Eisprung hin vermehrt ausgeschüttet, wodurch sich das Sekret in seiner Charakteristik verändert. Je näher dem Eisprung, desto klarer, weicher, flüssiger und eiweißartiger ist der Zervixschleim. Diese Veränderung des Schleims ermöglicht den Spermien längere Aufenthaltszeiten, unterstützt ihre Fortbewegung und bietet ihnen Nahrung sowie Schutz auf dem Weg zur Eizelle.
Je weiter der Eisprung entfernt ist umso cremiger, klumpiger und undurchsichtiger ist der Zervixschleim. Nun ist den Spermien kein Vorankommen möglich- der Muttermund ist quasi verschlossen (verpfropft), sodass keine Befruchtung stattfinden kann.

Wie Funktioniert die Zervixschleim-beobachtung (Billingsmethode)?

Variante 1:
Sie entnehmen täglich etwas Zevixschleim (Ausfluss) vom Scheideneingang.
Achten Sie auf die Farbe des Schleims und verreiben ihn vorsichtig kurz zwischen Daumen und Zeigefinger. Durch das Auseinanderziehen der Finger, können Sie die Spinnbarkeit testen. Je spinnbarer, dünnflüssiger und klarer der Zervixschleim ist, desto näher ist die fruchbare Phase. Die Scheide fühlt sich in dieser Zeit spürbar feuchter an.
Die Grundbeschaffenheit des Ausflusses wie Menge, Geruch, Konsistenz, und Farbe ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Daher ist es wichtig den Ausfluss über einen längeren Zeitraum (etwa 3 Monate) zu testen. So entwickeln Sie ein Gespür für Ihren Körper und bekommen genaueren Einblick in die körpereigenen Veränderungen ihrer Schleimbeschaffenheit. Je länger Sie testen, desto bessere Rückschlüsse können Sie ziehen.
Die optimale Ergänzung zur Zervixschleim-Beobachtung ist das Messen der Basaltemperatur.
Variante 2:
Sie entnehmen täglich etwas Zervixschleim direkt vom Muttermund.
Dazu ist es von Vorteil die Beine zu spreizen, in die Hocke zu gehen oder ein Bein auf eine Erhöhung zu stellen (z.B.Stuhl oder Badewanne). Führen Sie einen Finger tief in die Scheide ein (ca. 8-10 cm) um Ihren Muttermund zu ertasten (eine knubbelartige Erhöhung, die von der Bauchdecke in die Scheide hineinragt). Streichen Sie nun mit dem Finger darüber, um ein wenig Zervixschleim zu emtnehmen. Jetzt können Sie die Beschaffenheit des Sekrets wie bei Variante 1 prüfen.
Wenn Sie ihren Muttermund nicht ertasten können ist es möglich, dass Sie sich in der fruchtbaren Phase befinden. In dieser Zyklusphase liegt der Muttermund höher und ist dadurch schwieriger zu erreichen.
Auch die Beschaffenheit des Muttermundes kann Ihnen Aufschluss über die Zyklusphasen geben; ist die Oberfläche des Muttermundes spürbar weicher, nähern Sie sich der fruchbaren Phase, während eine härtere Oberfläche auf die unfruchtbare Phase hinweist.

Mögliche Faktoren die zur Verfälschung des Zervixschleims führen können:

Sperma
Nachdem Sperma Zervixschleim sehr ählnich sieht, besteht Verwechslungsgefahr. Um mit der Billings-Methode ein möglichst genaues Resultat zu erzielen, empfiehlt es sich nach dem Geschlechtsverkehr einen Tag mit dem Testverfahren zu warten.
Mit Hilfe eines Geruchstests können Sie feststellen, ob es sich um Zervixschleim handelt oder um Sperma. In den meißten Fällen riecht das männliche Sperma leicht nussig, wärend Zervixschleim geruchsneutral ist oder sehr mild riecht.
Der Geruch des Zervixschleims kann sich von Frau zu Frau sehr unterscheiden. Im Allgemeinen gilt jedoch: Je neutraler der Geruch, desto besser.
Falls Sie einen ungewöhnlich stechenden oder säuerlichen Geruch wahrnemen, sollten Sie dies von einem Arzt abklären lassen. Möglicherweise handelt es sich um eine Pilzinfektion oder eine andere Art von Infektionskrankheit.
Sexuelle Erregung
Bei sexueller Erregung entsteht ein Vaginalschleim der dem Zervixschleim (während der fruchtbaren Phase) zwar optisch ähnelt, in seiner Konsistenz jedoch nicht. Durch die Ermittlung der Spinnbarkeit können die Sekrete voneinender unterschieden werden; das Erregungssekret ist nicht spinnbar, im Gegensatz zum Zervixschleim während der fruchbaren Tage.
Medikamente
Die langfristige Einnahme gewisser Medikamente kann durchaus eine negative Auswirkung auf die vaginale Schleimbildung haben, sodass den Spermien das Vorankommen nicht möglich ist. Spezielle Gleitmittel können ein optimales Scheidenmilieu begünstigen, welches Spermien auf ihrer Reise benötigen (z.B. Ritex Kinderwunsch Gleitmittel). Auf diese erstaunlich einfache Weise konnten sehr viele Paare schon nach kurzer Anwendungszeit ihren Kinderwunsch erfüllen. Dies beiweist, welch wichtige Funktion das Gebärmutterhalssekret beim Kinderwunsch spielt. Eine natürliche Schwangerschaft ist nahezu unmöglich, wenn die Zervixschleimqualität bzw.  -quantität nicht stimmt.
Preperate die eine Östrogensteigerne Wirkung haben, wirken sich im allgemeinen positiv auf den Zervixschleim aus. Medikamente die den Progresteronspiegel anheben  wirken sich dagegen eher negativ auf den Zervixschleim aus; er wird dadurch meißt zäher und klumpiger.
Wenn Sie einen Zusammenhang zwischen einem Medikament und Ihrem Sekret vermuten, empfielht es sich unbedingt einen Arzt aufzusuchen, vor allem bei einem Kinderwunsch.
Schlechte Ernährung/wenig Bewegung 
Die Ernährung spielt bei der Funktion des gesamten Organismus eine grundlegende Rolle. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung trägt erheblich zur Fruchtbarkeit bei. Zum einen beeinflusst die Aufnahme von Nahrungsmittel die Bildung des Zervixschleims und zum anderen den Hormonhaushalt, der ebenfalls die Bildung des Zervixschleims beeinflusst.
Falls sie feststellen wenig oder gelbliches Sekret zu haben, könnte der Grund dafür der Konsum von Alkohol, Nikotin, Kaffee, oder auch übermäßiger Konsum von Fleisch, Milchprodukten, Zucker, Fast Food etc. sein. Stattdessen empfielt es sich, frisches Obst und Gemuse zu essen, sowie genügend Wasser zu trinken.
Bewegung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, da sie die Durchblutung im Beckenbodenbereich ankurbelt und lockert. So werden die inneren Organe „stimuliert“ und ihre Funktion angeregt.
Wie kann man noch die Charakteristik des Zervixschleims beeinflussen?
Neben der Ernährung und Bewegung spielt die psychische Verfassung ebenfalls eine wichtige Rolle- sie wirkt sich direkt als auch indirekt auf die Qualität und Quantität des Zervixschleims aus. Sind sie beispielsweise besonderen Belastungen ausgesetzt, kann sich das negativ auf Ihren Körper auswirken und Ihren Zyklus sowie den Zervixschleim beeinträchtigen. Für eine ausgewogene, gesunde psychische Verfassung zu sorgen ist beim Kinderwunsch essentiell. Es gibt jedoch hervorragende homöopatische Mittel, die Sie ohne Bedenken unterstützend einnehmen können.
Ovaria Comp sind sehr begehrte Globuli, weil sie zyklusausgleichend sind und sich positiv auf das Gebärmuttersekret auswirkt. Auch bei wenig bis gar keinem Zervixschleim empfiehlt sich Ovaria Comp.
Eine weitere gute Möglichkeit die Fruchtbarkeit auf natürliche Weise zu fördern ist das Trinken von östrogensteigernde Tees. 


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